Mental Load im Familienalltag

Januar 4, 2024 | Blogbeitrag

Mental Load im Familienalltag

Kennst du das als Mama oder Papa? Unzählige To-Do’s in deinem Kopf machen sich immer wieder bemerkbar und es schreit fast unaufhörlich in dir was du alles noch zu erledigen hast? Daran muss ich heute unbedingt noch denken und dies darf ich auf keinen Fall vergessen! Morgen steht doch noch dieser Termin an und ich müsste noch schauen wie ich das zeitlich hinkriege! Viele unsichtbare Pflichten, wie z.B. Termine koordinieren, Kinder, Haushaltsführung, Job etc. können dazu führen, dass wir uns mental erschöpfen. Dies nennt man im Fachjargon auch „Mental load“ und ist eine mentale Erschöpfung. An dieser Stelle wünscht man sich einfach nur noch Ruhe im Kopf und möchte aus diesem Gedankenkarusell ausbrechen aber es gelingt nicht, weil offene Loops uns ständig daran erinnern, was wir alles noch tun sollten und was noch nicht erledigt ist.

Leider kenne auch ich diesen Mental Load nur zu gut und es ist auch nicht verwunderlich wenn wir mal neutral auf unser Leben schauen. Viel zu viel packen wir in unseren Tag und springen der Zeit nur hinter her anstatt sie auch mal im hier und jetzt zu geniessen. Keine Zeit, keine Zeit schreit es im Kopf und der Stresspegel steigt und steigt.[/vc_column_text][vc_single_image image=“5657″ img_size=“full“][vc_column_text]

6 TIPPS, WIE DU DEINE PSYCHISCHE BELASTUNG  REDUZIEREN KANNST

Ich möchte mit dir an dieser Stelle meine 6 bewährtesten Tips teilen, damit du deinen Alltag  entspannter und fokussierter bewältigen kannst.

1. Vereinbare fixe Team-Besprechungen mit deinem Partner

Ja ich weiss! Es klingt sehr speziell und du fragst dich wahrscheinlich gerade, warum das denn Sinn machen könnte aber es hat tatsächlich den Vorteil, dass ihr euch auf dem richtigen Kommunikationskanal austauschen könnt ohne dass es sich mit der Beziehungsebene vermischt und es emotional werden könnte. Plant einmal wöchentlich eine Team-Besprechung ein wo ihr 30 Minuten ungestört als Eltern die bevorstehenden 7-10 Tage besprechen könnt. Wer übernimmt was wie und wann genau? Tragt das in einem Kalender gut sichtbar ein und schaut, dass die Balance auch stimmt. Mentalload entsteht häufig, wenn wir in unseren Gedanken einen offenen Loop haben. Wenn wir eine Aufgabe delegieren können und auch wissen, dass diese übernommen wird, können wir diesen Loop schliessen. Je mehr Loops wir schliessen können, desto weniger stecken wir in diesem Stresskreislauf fest.

2. Minimalisiere dein Zuhause

Du denkst wahrscheinlich gerade: „Na dafür habe ich aber im Moment absolut keine Zeit!“  ja ich weiss. Aber schau, je weniger Sachen rumstehen und rumliegen – auch Spielzeug – desto weniger muss man hinterher aufräumen oder die Sachen in überfüllten Schubladen suchen. Wir sind nun mal eine Konsumgesellschaft und in unserem Zuhause stehen viele Sachen rum die wir eigentlich schon lange nicht mehr brauchen. Mein Tipp: Nicht ganze Zimmer auf einmal entrümpeln sondern jeden Tag EINEN Gegenstand loslassen der dir keine Freude mehr bereitet. Schenke ihn entweder jemandem, verkaufe ihn oder entsorge den Gegenstand. Du wirst bald einmal feststellen, dass du dich bereits mit dieser kleinen neuen Veränderung leichter und entspannter fühlen wirst.

3. Schreibe deine offenen To-Do’s auf

Ich empfehle dir, deine To-Do’s aufzuschreiben denn damit geistern sie nicht non-stopp in deinem Kopf herum! Ich habe z.B. eine Seite in meinem Notizbuch wo ich alle möglichen To-Do’s reinschreibe für die Woche. Jeden Morgen schaue ich dann, welche To-Do’s ich heute erledigen muss und/oder Priorität haben. Ist eine Aufgabe erledigt, streichst du diese durch und am Abend wenn du auf deine Liste schaust, siehst du nämlich, was du alles geschafft hast und nicht, was du alles noch hättest tun sollen! Dies gibt dir ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und du merkst immer mehr, dass du diese Liste abarbeiten kannst ohne dass sich deine offenen Loops die ganze Zeit in deinem Kopf bemerkbar machen.

4. Nimm dir Zeit für dich!

Was? Zeit für mich soll ich mir auch noch nehmen? Ja genau so ist es! Denn wenn du als Mama oder Papa plötzlich ausfällst weil du keine Energiereserven mehr hast, dann hilft das niemandem. Schon gar nicht deiner Familie!

Auch du darfst dir eine Auszeit nehmen. Nur für dich! Dies muss keine Stunde sein denn schon ein Kaffee/Tee mit Genuss und in Ruhe zu geniessen ohne dass jemand im Hintergrund nach dir ruft ist schon Gold wert! Einen kurzen Spaziergang wo du dich auf deine Atmung konzentrierst oder einfach mal bewusst „Nichts“ tun ist Balsam für die Seele. Eine kurze Meditation oder einen Song der dich zum Tanzen und Singen anregt, stärkt deine Kraftreserven! Schreibe dir einmal in Ruhe auf, was dir Kraft gibt und wie du dies in deinem Alltag integrieren kannst. Bespreche es allenfalls auch an der Team-Sitzung mit deinem Partner!

5. Sag auch mal NEIN!

Du musst nicht immer zu allem JA sagen! Das Problem ist, dass wir durch das ewige Annehmen von noch mehr Pflichten und To-Do’s nicht wirklich mehr Anerkennung erhalten sondern es ist einfach selbstverständlich geworden. Darum ist es so wichtig, auch mal ein Nein über die Lippen zu bringen und dazu zu stehen. Wer Nein sagen lernt, stärkt sein Selbstbewusstsein und entwickelt ein gesundes Selbstwertgefühl. Es ist ein Zeichen von Selbstliebe und Selbstachtung, wenn du zu dir und deiner Meinung stehst.

Nur weil du einmal Nein sagst bist du nicht weniger liebenswert. Nein sagen bedeutet, die eigenen Grenzen zu kennen und zu respektieren. Thats’it!

6. Hilfe annehmen und delegieren

Hilfe annehmen? Ich schaffe das schon selber! Ich bin stark genug! Diese Gedankenmuster führen oft dazu, dass wir zuviel auf uns nehmen und zu wenig delegieren. Auch hier ist es wichtig dir einmal ein paar ruhige Minuten zu nehmen um zu schauen, welche Aufgaben du eventuell an jemanden ausserhalb der Familie delegieren könntest. Du bist desshalb keine schlechte Mutter!  Musst du wirklich alles alleine machen oder könnte dir z.B. jemand bei der Hausarbeit, der Wäsche, der Kinderbetreuung etc helfen? Ev. könnest du dich mit anderen Eltern zusammenschliessen und gewisse Termine besser koordinieren wie z.B. der Schulweg oder so?

Frage dich folgendes:  was könnte ich delegieren? wie und wann? wer könnte dies übernehmen?

Bist du bereit, dich von deinen Mental Load zu verabschieden? Probiere meine Tips einfach mal aus und ich wünsche dir nun  ganz viel Erfolg bei der Umsetzung damit du einen entspannteren Familienalltag leben kannst.

Hier findest du mich!

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